Redaktioneller Hinweis: Dies ist ein belletristischer Text, der nicht unbedingt Fakten darstellt.


Über unsere Äpfel

 

Unsere Vulkan-Apfel Plantage

Das ist sie: Die Plantage von Theo Esser. Hier wächst er der Vulkan-Apfel aus Burgbrohl. Hier auf dem Kahlenberg, einem im Moment ruhigen Vulkan liegt in exponierter Lage die Apfel- und Obstplantage. Unter ihr schlummert der Vulkan.

Wie der Kahlenberg zu seinem Namen kam

Noch gar nicht so lange her, wenn man in erdgeschichtlichen Dimensionen denkt, sozusagen, kurz vor oder nachdem der Laacher See Vulkan sich entschied eine zweite Karriere als Badesee zu beginnen, passierte dem Vulkan, der unter unserer Plantage liegt, etwas ähnliches: Er verlor seinen Kopf. Wie genau er kopflos wurde, ist nicht genau erforscht. Man kann aber annehmen, dass auch eine gigantische Wasserstoffexplosion den Großteil der Kuppe abgesprengt hat.

Der Kahlenberg ist ein alter Vulkan.
 

Boden und Klima

Gerade hier, auf dem Vulkan Kahlenberg in der schönen Vulkaneifel, haben die Äpfel die Möglichkeit in einer nahezu idealen Umwelt zu wachsen. Eine perfekte Mischung aus Regentagen- und Mengen, Sonnentagen und Sonnenstunden, idealen Tagestemperaturen (zu heiß ist nämlich auch nichts) sowie einem mineral- und nährstoffreichen Boden, einer guten Bodenzusammensetzung, u.a. Lehm, Löß, Basalt und Schiefer!

Der Vulkan und die Äpfel

Was hat es aber nun mit dem Vulkan-Apfel und seiner extra Vulkan-Apfel-Power auf sich? Das ist etwas… na sagen wir, spezielles. Vielleicht ist es die meisterliche Art- und Weise des Anbaus, vielleicht ist es die schon erwähnte Kombination aus Boden und Klima, vielleicht ist es eine unbenennbare, unbegreifbare Kraft, die möglicherweise vom alten Kahlenberg-Vulkan ausgeht, wir wissen es nicht genau. Vielleicht ist es auch einfach der Genuß des leckeren, knackigen Vulkanapfels, der ganz neue Kräfte in einem/Ihnen weckt. Vielleicht ist es auch der regelmäßige Verzehr, der einem/Ihnen ein gesünderes Wohlbefinden schenken kann…Wir wissen es nicht genau…Vielleicht ist es auch einfach alles zusammen.

Rot, Knackig, Lecker. Vulkanapfel.
 

Reptilien und Obst

Das erste mal, dass der Apfel erwähnt wird, in biblischer Hinsicht, ist in der Genesis. Die Früchte vom Baum der Erkenntnis sind es, die von der Schlange bewacht werden. Von ihnen zu essen, bedeutet göttliche Erkenntnis und Allwissenheit, wie ein Engel Gottes, zu erlangen; Gen 3,5 bzw. 2 Sam 14,17.

Am Anfang war der Apfel

Am ehesten sei beim Baum der Erkenntnis an einen Feigenbaum zu denken; vgl. Gen 3,7. Ein willkürliches Wortspiel oder ein unwillkürlicher Schreibfehler in der lateinischen Bibelübersetzung macht aus dem Baum tatsächlich einen Apfelbaum maelum=Apfel bzw. maelus=Apfelbaum und malum=das Böse.

Die christliche Kunst des mittelalterlichen Abendlandes zeigt den Apfelbaum als Baum der Erkenntnis; sicher auch, weil ein Apfelbaum den abendländischen Christen näher war als ein Feigenbaum.

Der Apfel zieht aber auch durch die Geschichte der Völker der Erde sein rotes Band. Oftmals taucht der sog. Baum des Lebens auf. An ihm hängen, natürlich, Äpfel. In der nordischen Mythologie gar, wird ein goldener Apfel von Göttin Iduna (lat. die Verjüngende) an die Götterfamilie der Asen geschenkt. Die Asen erhalten daraufhin die ewige Jugend.

Äpfel waren auch immer Symbol für Leben und Liebe. Schneewittchen bekommt einen vergifteten Apfel von der garstigen Schwiegermutter verkauft und stirbt vermeindlich bis der edle Prinz sie rettet.

Nordische Sage. Mit Apfel.
 

Könige und Vergänglichkeit

Sicherlich auch bekannt ist der „Reichsapfel“. Für Kaiser des Mittelalters war es das Symbol des Besitzes bzw. Besitzanspruches; das Szepter der Macht als das Zeichen der Verfügungsgewalt. Im Gegensatz zu unseren Vulkan-Äpfeln ist dieser Apfel, mitunter, mit Sand oder Asche gefüllt gewesen, das Memento Mori, als Zeichen der Vergänglichkeit aller ihrer kaiserlichen, irdischen Macht. Das Kreuz der Christen war gleichzeitig Legitimation durch und Unterwerfung vor Gott.

Luther soll gesagt haben:

„Wenn morgen die Welt unterginge,
würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“

Darin steckt eine Zuversicht, die wahrscheinlich nicht auf die Aussicht eines leckeren, knackigen Apfels abzielt.

Luther. Ohne Apfel dafür aber mit 99 Thesen.
 

Apfel, Zu-fall und Technik

Ein Apfel ist es, der Sir Isaac Newton per Zu-fall – ein nettes Wortspiel in diesem Zusammenhang – auf den Kopf fiel und ihm so die Idee bzw. Erkenntnis der Himmelsmechanik und Gravitation brachte. Im Zeitalter der Aufklärung quasi der Gegenentwurf zu der eingänglichen Erwähnung von Adam und Eva.

Der Vulkan-Apfel

Und dann kam der Vulkan-Apfel: Ohne von irgendwo vertrieben zu werden, können Sie diesen ruhig probieren. Vielleicht erlangen Sie ja die Erkenntnis, wie viele andere vor Ihnen auch: „Mensch, lecker!“.

Quelle der Inspiration: http://www.wikipedia.de

Natürlich. Lecker. Vulkanapfel.