Der Apfel im Allgemeinen und Besonderen. Eine kleine Apfel-Lektüre.
Reptilien und Obst
Das erste mal, dass der Apfel erwähnt wird, in biblischer Hinsicht, ist in der Genesis.
Die Früchte vom Baum der Erkenntnis sind es, die von der Schlange bewacht werden. Von ihnen zu essen, bedeutet göttliche Erkenntnis und Allwissenheit, wie ein Engel Gottes, zu erlangen; Gen 3,5 bzw. 2 Sam 14,17.
Am ehesten sei beim Baum der Erkenntnis an einen Feigenbaum zu denken; vgl. Gen 3,7. Ein willkürliches Wortspiel oder ein unwillkürlicher Schreibfehler in der lateinischen Bibelübersetzung macht aus dem Baum tatsächlich einen Apfelbaum
maelum=Apfel bzw. maelus=Apfelbaum und malum=das Böse.
Die christliche Kunst des mittelalterlichen Abendlandes zeigt den Apfelbaum als Baum der Erkenntnis; sicher auch, weil ein Apfelbaum den abendländischen Christen näher war als ein Feigenbaum.
Märchen und Geschichten
Der Apfel zieht aber auch durch die Geschichte der Völker der Erde sein rotes Band. Oftmals taucht der sog. Baum des Lebens auf. An ihm hängen, natürlich, Äpfel. In der nordischen Mythologie gar, wird ein goldener Apfel von Göttin Iduna (lat. die Verjüngende) an die Götterfamilie der Asen geschenkt. Die Asen erhalten daraufhin die ewige Jugend.
Äpfel waren auch immer Symbol für Leben und Liebe. Schneewittchen bekommt einen vergifteten Apfel von der garstigen Schwiegermutter verkauft und stirbt vermeindlich bis der edle Prinz sie rettet.
Luther soll gesagt haben: "Wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen." Darin steckt eine Zuversicht, die wahrscheinlich nicht auf die Aussicht eines leckeren, knackigen Apfels abzielt.
Apfel, Zu-fall und Technik
Ein Apfel ist es, der Sir Isaac Newton per Zu-fall, ein nettes Wortspiel in diesem Zusammenhang, auf den Kopf fiel und ihm so die Idee bzw. Erkenntnis der Himmelsmechanik und Gravitation brachte. Im Zeitalter der Aufklärung quasi der Gegenentwurf zu der eingänglichen Erwähnung von Adam und Eva.
Könige und Vergänglichkeit
Sicherlich auch bekannt ist der "Reichsapfel". Für Kaiser des Mittelalters war es das Symbol des Besitzes bzw. Besitzanspruches; das Szepter der Macht als das Zeichen der Verfügungsgewalt. Im Gegensatz zu unseren Vulkan-Äpfeln ist dieser Apfel, mitunter, mit Sand oder Asche gefüllt gewesen, das Memento Mori, als Zeichen der Vergänglichkeit aller ihrer kaiserlichen, irdischen Macht. Das Kreuz der Christen war gleichzeitig Legitimation durch und Unterwerfung vor Gott.
Der Vulkan-Apfel
Und dann kam der Vulkan-Apfel: Ohne von irgendwo vertrieben zu werden, können Sie diesen ruhig probieren. Vielleicht erlangen Sie ja die Erkenntnis, wie viele andere vor Ihnen auch: "Mensch, lecker!".
Quelle der Inspiration: http://www.wikipedia.deUnd jetzt? zurück nach oben?
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